Die Selbstversorgerfamilie

Pferde, Hühner und Enten – Hund & Katz

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Unsere Pferde

Seit frühester Kindheit wollte Nadine auf einem Bauernhof leben – eigentlich nur der Pferde wegen. Wir haben eine Haflingerstute und ein Shetty, beide sind über 20 Jahre alt und bekommen bei uns ihr Gnadenbrot. „Nasti“ war jahrelang ein Therapiepferd, „Micky“ hat in einer Reitschule als Schulpferd vielen Kindern beim Reitenlernen geholfen – anschließend kamen sie zu uns. Hier dürfen sie ihren Lebensabend auf der großen Koppel bzw. auf dem schönen Paddock verbringen.

Oft werden wir gefragt, warum wir die Pferde nicht zum Holzrücken oder zum Pflügen des Gemüsebeetes benutzen. Dafür gibt es einige Gründe: 1. sind sie zu alt dafür, 2. sind sie zu leicht für diese schweren Arbeiten, 3. haben weder sie noch wir gelernt, auf diese Weise zu pflügen oder Holz zu rücken und 4. besitzen wir nicht die teure Zugpferdeausrüstung, die dafür nötig wäre.

Hühner und Enten

Hühner und Enten (Laufenten) – damit fing unsere Tierhaltung an. Dann kamen Ziegen dazu. Schweine, Schafe, Galloway Rinder und Kaninchen haben wir ebenfalls gehabt und so unsere Erfahrungen gesammelt. Aber Schweinefleisch essen wir sowieso kaum noch, das muss jeder selber wissen. Jedem, was er am liebsten mag und was er verträgt. Die Galloway Rinder waren super, nur der Transport zum Schlachter war keine gute Erfahrung – nicht für uns und schon gar nicht für die Rinder. Außerdem braucht man sehr viel Platz und Futter für den Winter. Unsere Galloways kannten auch keine Grenzen und haben mit ihrem dicken Fell immer wieder den Stromzaun überrannt. Kaninchen haben uns einfach nicht geschmeckt… wahrscheinlich kam der „Plüschfaktor“ erschwerend dazu.

Hühner

Geflügelhaltung ist für Selbstversorger sicherlich am einfachsten und vom Kosten-Nutzen-Faktor wohl am empfehlenswertesten. Auch der Platzbedarf hierfür hält sich in Grenzen. Hühner vermehren sich bei optimalen Bedingungen gut selbst.

Wir brauchen ca. 10-15 Hühner, die durchschittlich 5-8 Eier pro Tag legen. In den letzten Jahren ist ein wilder Rassenmix entstanden, weil wir immer mal wieder Eier mit verschiedenen Nachbarn getauscht haben, um Inzucht zu vermeiden. Außerdem wollten wir keine Hochleistungshybriden, die jeden Tag ein Ei legen – das ist auch für Hühner anstrengend, unnatürlich und nicht artgerecht! Unsere Hühner durften pausieren.

Hühner in Schweden

Inzwischen halten wir schwedische Blumenhühner und bunte Mixe daraus:

Diese bunte Gruppe an freundlichen und zutraulichen Zeitgenossen möchten wir nicht mehr vermissen: Wir lieben unsere Hühner – und sie sind inzwischen weit mehr geworden als „nur Nutztiere“.

„Kuschelfaktor Null“? – Von wegen!

Aus einem alten baufälligen Ferienhaus auf unserem ersten Schweden-Grundstück am Fluss hatten wir einen prima Hühnerstall gemacht.

Hier wollten wir damals eigentlich direkt eine alte schwedische Landrasse anschaffen. Leider haben wir zu dem Zeitpunkt keine gefunden, und auch sonst war die Auswahl an Hühnern sehr begrenzt. Darum haben wir von einem Bio-Bauernhof auf Öland zuerst zehn weiße Leghorn-Hennen geholt.

In Schweden haben wir zum ersten Mal die „Deep Litter“-Methode ausprobiert. Dabei wir eine dicke Schicht organisches Material im Hühnerstall verteilt, die langsam eine Kompostierung in Gang bringt. Dadurch werden Gerüche gebunden, außerdem entsteht Wärme. Dadurch bleibt diese Tiefstreu frostfrei, und die Hühner können den ganzen Winter über scharren und kratzen.

Wie es genau funktioniert, erfahrt ihr in diesem Video:

Die Hühner sind glücklich mit dem Deep Litter! Selbst in den kältesten Wochen bei minus 10 Grad und weniger haben uns zehn Hennen täglich mit mindestens 6 bis 8 Eiern erfreut.

Auch ganz wichtig ist ein Sandbad im Hühnerstall, in dem die Hühner sich von Parasiten befreien können. Die kleinen Steinchen sind außerdem wichtig für die Verdauung!

Wenn die Legehennen ca. 3 Jahre alt sind, wandern sie in den Topf, und die Junghennen überhehmen. Hähne werden mit ca. 5 Monaten geschlachtet.

Wie man Hühner und Enten schlachtet, seht ihr auch in unserem Youtube Kanal.

Nützliches Zubehör haben wir hier für euch zusammengetragen:




Enten

Unsere Warzenenten (auch Flugenten genannt) haben uns jahrelang mit reichlich Nachwuchs belohnt. Sie brüten selbständig und zuverlässig, und pro Muttertier sind etwa 15 bis 25 Küken zu erwarten. Die Enten bekommen zum Grünzeug aus dem Garten oder Gemüseresten aus der Küche auch noch eingeweichte Restbrötchen vom Bäcker, ab und zu Quetschhafer oder Hühnerfutter und sind ansonsten sehr pflegeleicht. Nur die Flügel müssen bei einigen Charakterköpfen ab und zu mal gestutzt werden, damit sie nicht auf Nachbars Koppel grasen oder laut polternd auf dem Dach vom Wohnhaus landen. Die Erpel bringen ausgenommen 2,5 bis 3,0 Kg auf die Waage, Enten um die 2 Kg. Zu Weihnachten den eigenen Entenbraten – einfach ein Genuss!

Hühner und Enten brauchen einen regenfesten, überdachten Stall, gerne etwas erhöht, mit Heu, Stroh oder Sägespänen ausgestreut. Außerdem muss ihnen ständig frisches Trinkwasser und eine Möglichkeit zum Baden, mindestens aber zum Plantschen, gegeben werden. Enten sind Wasservögel!  – Entenhaltung ohne Wasserzugang ist Tierquälerei! Außerdem brauchen Enten ständig Sand oder sehr feinen Kies zur freien Aufnahme, da sie diesen zur Verdauung brauchen. Fehlt dieser, verenden die Tiere qualvoll.

Geflügel hat sich wohl als am problemlostesten in der Haltung erwiesen: Die meiste Zeit hatten wir Enten (Warzenenten oder Flugenten) und eigentlich immer Hühner. Seit eingen Jahren begleitet uns auch immer eine wechselnde Anzahl von Ziegen. Ständige Begleiter waren und sind außerdem unsere beiden Ponys, unser Hund Luzie und Kater Findus.

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