Die Selbstversorgerfamilie

Gesunde Ernährung

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Gesunde Ernährung ist für viele eine Religion.

Es gibt Veganer, Vegetarier, vegane Rohköstler, nur Rohköstler – in Bio und nicht Bio -, Fleischesser, Verfechter der Bio-Ernährung, low carb, high carb usw.

Gesunde Ernährung ist für jeden etwas anders definiert.

Die Vielfältigkeit bei Essengewohnheiten ist unbegrenzt! Sehr begrenzt ist leider oftmals das Thema Toleranz, wenn es um das Essen anderer Leute geht…

 

Du bist, was Du isst!

Guck‘ doch mal über Deinen Tellerand! :0)

Ehrlich gesagt, haben wir uns lange Jahre nie Gedanken über Ernährung gemacht, schon gar nicht über gesunde Ernährung. Wir haben einfach gegessen, was uns schmeckte und was günstig war. Zu unseren ständigen (Lieblings-)Mahlzeiten gehörten vor allem fleisch- und kohlenhydrathaltige Speisen wie Döner, Pizza, Nudeln und sämtliche Fleischgerichte mit Kartoffeln und Soße. Auch vor Fertiggerichten wie Königsberger Klopsen oder ähnlichen Delikatessen schreckten wir nicht zurück. Wir kochten zwar auch selber „frisch“, vor allem Julian, aber selbst die Dinge, die wir selber zubereiteten, waren alles andere als gesund. Aber wir kannten es gar nicht anders. Ebenso gelegentliche gesundheitliche Beschwerden, wie Kopfschmerzen, Bauchgrummeln, Blähbauch oder gar Durchfall gehörten scheinbar dazu. Wir stellten unsere Ernährung nie in Frage, eben weil wird beide – wie die meisten Menschen – mit dieser Art von „Ernährung“ aufgewachsen sind.

Erst „unsere“ erste Schwangerschaft, die nicht ganz so planmäßig und einfach verlief, wie wir uns das vorgestellt hatten und eine Hebamme, die schon länger über den buchstäblichen Tellerrand hinausblickte, stellten das erste Mal einen möglichen Zusammenhang zwischen Essen und diversen Beschwerden her. Manchmal sind die Dinge einfach so nahe liegend, dass man selber nicht darauf kommt, weil man das bekannte Brett vor dem Kopf hat. Die Hebamme jedenfalls empfahl uns dringend, sämtliche Fertigprodukte von unserem Speiseplan zu streichen, vor allem Geschmacksverstärker, Zucker und Zusatzstoffe wie Aspartam, Zitronensäure und künstliche Aromen zu meiden.

Wer mehr über diese besondere Zeit wissen möchte, sollte einen Blick in Nadines Buch „Muttimorphose“ werfen. Es hat zwar noch nichts direkt mit dem Thema Selbstversorgung zu tun, aber es ist beschreibt einen Teil unseres Weges, der uns zur Selbstversorgung führte…

Hier geht es zum Buch!

 

 

 

 

Bio oder nicht Bio?

Zwar belächelten wir diese Ratschläge eher milde, denn immerhin „essen doch alle so, das kann doch nicht ungesund sein!“, so dachten wir, doch wir versuchten, die Ratschläge zu befolgen. Als wir später noch ein Paar kennen lernten, dass „alles nur in Bio“ kaufte, fanden wir das zwar anfangs recht anstrengend, und irgendwie wirkte es auch fast überheblich und abgehoben auf uns, doch irgendwie faszinierte uns diese Art zu leben und zu essen zunehmend. Wir wurden offener für dieses Thema. Als uns dann noch das Buch „Die Ernährungslüge“ von Hans-Ulrich Grimm in die Hände fiel, fiel es uns zum Teil wie Schuppen von den Augen. Das war der Beginn eines neuen Denkens. Und der Beginn des anderen Essens…

 
Bloß keine Bombenbauanleitung!

Es ging nicht über Nacht. Und wir sind uns sicher, dass das auch gut so ist. Man kann und muss sich nicht über Nacht um 180 Grad drehen, jeden Tag, jede Woche eine kleine Änderung, dann überfordert man sich nicht selber. Und auch nicht seine Mitmenschen – und dieser Aspekt ist wahrlich nicht zu unterschätzen! Über Monate und Jahre probierten wir verschiedene neue Dinge aus und trennten uns dafür nach und nach von „falschen Freunden“: Zuerst also verzichteten wir vor allem auf Fertiggerichte mit Geschmacksverstärkern, Zitronensäure, E-Nummern und Süßstoffen. Alles, was sich auf der Verpackung unter „Inhaltsstoffen“ eher wie eine Bombenbauanleitung las, kam uns nicht mehr in die Tüte (oder eher: in den Jutebeutel).

 

Zu dieser Zeit entwickelten wir auch verschärftes Interesse an unserem Gemüsebeet. Zwar hatten wir schon länger ein kleines Gemüsebeet im Garten, aber so richtig nutzten wir es nicht, weil wir zum Teil gar nicht richtig wussten, wie wir die ganzen Kräuter und Gemüse benutzen sollten. Nun schien alles einen Sinn zu machen, wir wollten mehr Gemüse essen! Frisches Gemüse! Gemüse, von dem wir wussten, woher es kam und wie es groß geworden war. Der Kreis schloss sich – und wir legten ein größeres Gemüsebeet an, in das wir viel Arbeit und Mühe investierten. Zudem weiteten wir den Anbau im Gewächshaus aus. Es machte riesigen Spaß! „Ich geh‘ mal eben einkaufen!“, sagten wir immer und verschwanden kurz in den Garten, um Minuten später mit Armen voll von knackfrischem Gemüse und duftenden Kräutern wiederzukommen.

Und wie es schmeckte!

Kein Vergleich zu den totgekochten Fertiggerichten, bei denen sich der Inhalt geschmacklich eigentlich nicht von dem der Verpackung unterschieden hatte. (Nicht, dass wir diese je probiert hätten!) Auch die Eier, die unsere Hühner uns täglich legten, wurden zu einem kostbaren Geschenk. Wir wollten mehr davon. So kamen die Schweine, Enten und Ziegen zu uns.

 

Wir aßen also mehr Gemüse und mehr Vollkornprodukte. Unsere Zipperlein wurden weniger, die zweite Schwangerschaft verlief Welten besser und problemloser als die erste – aber der endgültige Durchbruch des Wohlbefindens war noch immer nicht geschafft. Wir lasen mehr Bücher über Ernährung, forschten im Internet, sahen uns Dokumentationen an, diskutierten mit Freunden und Bekannten – und schließlich begannen wir im September 2015 mit dem „Experiment weizenfrei“. Wir glaubten eigentlich gar nicht daran, dass Weizen ungesund sein könnte, immerhin wird uns allen doch seit Jahrzehnten beigebracht, wie gesund Vollkornbrot und seine Abkömmlinge sind. Ein bisschen trotzig wollten wir – vor allem uns -das Gegenteil beweisen, nämlich, dass der Verzicht auf Weizen nichts ändern würde. Aber weit gefehlt! Es änderte sich eine Menge! – Innerhalb kürzester Zeit purzelten bei uns beiden die Pfunde, Verdauungsbeschwerden besserten sich, Migräne trat seltener auf, der Schlaf und die Haut wurden besser… Das überzeugte uns und machte uns noch mutiger für noch mehr „Experimente“.

 
 Gemüse, Rohkost und grüne Säfte

Inzwischen leben wir weitestgehend gluten- und zuckerfrei und essen ausschließlich Bio-Produkte. Generell haben wir die Zufuhr von „schnellen Kohlenhydraten“ wie Getreide, Reis und Kartoffeln auf ein Minimum begrenzt, ebenso Kuhmilchprodukte, die wir vielfach durch Ziegenmilchprodukte ausgetauscht haben – zum Glück haben wir ja unsere Ziegen! Fleisch und Fisch essen wir deutlich seltener. Gab es früher morgens, mittags und abends irgendetwas mit Fleisch, sind es jetzt deutlich weniger Fleischmahlzeiten in der Woche. Statt dessen gibt es überwiegend Gemüse, viel in Form von Rohkost oder grünen Säften. Wir haben das Gefühl, auf dem richtigen Weg zu sein, denn es geht uns immer besser, aber wir sind noch immer offen für Neues. Wir glauben, der Verzicht auf alles, was uns im Fernsehen als Lebensmittel angepriesen wird, ist der wichtigste Schritt. Denn die Nahrungsmittelindustrie hat kein Interesse an unser aller Gesundheit! Das ist hart, aber wir sind nicht die ersten, die das endlich erkannt haben.

Ansonsten glauben wir nicht, dass es eine allgemein gültige gesunde Ernährung für alle Menschen gibt. – Jeder ist anders. Und jeder isst anders. Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte. Wir wollen nichts verteufeln. Die Menge macht das Gift. Welche Menge von welchem Nahrungsmittel bekömmlich ist, muss jeder für sich selbst herausfinden. Ein Rezept für alle gibt es nicht. Was aber für alle gilt: Jeder kann in seinem Rahmen seine eigenen Lebensmittel anbauen – und wenn es nur ein paar Kräuter auf dem Balkon sind. Eine Blumenrabatte im Garten ist mehr oder weniger schnell gegen ein Hochbeet oder ein kleines Gemüsebeet ausgetauscht. Versucht es einfach mal. Eigene Lebensmittel machen so glücklich! Und wer denkt, man müsse doch auf so viel verzichten, wenn man „gesünder“ isst, dem sei gesagt: Das Lebensgefühl, dass man dafür bekommt ist so viel besser als ein Stück Sahnetorte oder ein Döner!